parsonopolis

 

 

parsonopolis

stadt, land, luft, recherche, intervention, vision

Forschung

Teamwork

Networking

Arbeiten im Team, gemeinsames Entwickeln und Durchführen von Projekten.

Bereits vorhandenes  Material und Strukturen dienen als Ausgangssituation für die Ausstellung, die sich auch aus der Recherche vor Ort generiert.

Ein wichtiger Teil der Arbeitsweise ist eine sehr unmittelbare Reaktion auf den vorgefundenen Raum. Mit was für einen Raum hat man es zu tun? In welchem örtlichen, sozialen, kulturellen, mikrokosmischen oder historischen Kontext befindet er sich? Was ist darin davor passiert oder was passiert gerade? Was passiert außerhalb von diesem Raum? Aus diesen Fragen werden interpretative Schlüsse gezogen.

Die Ausstellungshalle, kein Whitecube, hatte allerlei dort lagerndes Material zur Verfügung.
Dieser Umstand, keinen schon perfekt weiß lackierten Ausstellungsraum vorzufinden forderte einen Dialog. All die Materialen und Werkzeuge, wurden direkt in den Prozess im Vorfeld der Ausstellung miteinbezogen.

 So wurden Leitern mit Spanngurten zu einem Kicker für eine rasante Schlittenfahrt montiert. Die Regale, in der Farben und Werkzeug für Malerarbeiten gelagert sind, wurden kurzerhand in die Ausstellung miteinbezogen, und um verschiedene Forschungsbeiträge erweitert – eine Wunderkammer entstand.
Zusammenhänge zwischen Moos und Überbleibseln des menschlichen Körpers wurden aufgedeckt. Der Weg der Bienen durch Pfaffenhofen wurde aufgezeigt. Der Versuch, Eier mit Hilfe von elektronischer Steuerung auszubrüten wurde gestartet. Eine Abstellkammer wurde Teil einer Sound-Video- Installation.

Ein zu den bestimmenden, rechtwinkligen Achsen des Raumes versetztes gebäudeartiges Metallgerüst dient als Grundstruktur. Ein symbolisches „Gedankengerüst“.  In und um diese Struktur herum wurden neue Wege der Kommunikation, Messungen zur Befindlichkeit und zur Gehirnaktivität und Verhalten an lebenden Bienenvölker erkundet.

Die Nachhaltigkeit der Untersuchungen zählt auch als zentrale Frage im und um das Gerüst.
Wie könnten Restflächen genutzt werden?  Könnte man so in Pfaffenhofen ohne Supermarkt auskommen?  Eines ist sicher: Essen findet man, ob unten oder oben, überall. So sprießen nicht nur Pflanzen sondern auch Kontakte aus dem urbanen Umfeld Pfaffenhofens.
Auch der Straßenverkehr wurde getestet. Ist München oder Pfaffenhofen sicherer?
Was hier echt ist und was Fake darf der Besucher selbst erkunden.

Bildhauerische, teils kinetische Objekte verbinden sich mit Sammlungen, Requisiten aus verschiedensten Rechercheprojekten, Sound- und Videoarbeiten und bilden eine Gesamtkomposition, welche den Betrachter auf visueller, auditiver, olfaktorischer und taktiler Ebene anspricht.

1. bis 16. Juni 2014

kulturhalle, ambergerweg, 85276 pfaffenhofen

„parsonopolis” ist ein Projekt des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins in Kooperation mit der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm und der Akademie der Bildenden Künste München.