Klassenbesprechung am 10.01.2017 | Kleines Klassenzimmer | 14:00h

Elena
Signa ‚Wir Hunde, Us Dogs‘ | Performance-Installation

13041043_10153595265212986_4061969536861564053_oPhoto © Goldmann
„Ich bin als Mensch geboren, aber eigentlich bin ich Hund. Ich habe es immer gewusst. Die Menschen und die Hunde, die haben es geahnt, aber keiner hat es verstanden. Wie kann man so was verstehen, ein Hundemensch? Ich bin im Niemandsland aufgewachsen, ich dachte, nur ich bin so. Ich habe mich gehasst, bin bissig und scheu geworden. Kein Mensch und kein Hund kann so leben, allein. Um mich als Hund wahrgenommen zu fühlen, habe ich mich schlagen lassen, missbrauchen. Gelegenheiten gab es genug, aber letztendlich hat die Liebe mich gerettet. Ich wurde von meinen Menschen gefunden, Menschen, die Hundemenschen wie Hunde lieben können. Jetzt bin ich Teil der Familie, glücklich. Doch müssen wir uns immer verstellen, uns vor der Welt schämen. Wir können nicht einfach im Park oder auf den Straßen gehen. Es gibt viele Familien so wie unsere, Familien mit Hundemenschen wie mir. Wir haben uns gefunden, und wir wollen nicht mehr schweigen und im Verborgenen leben. Wir wollen erzählen und bellen und sichtbar werden. Wir wollen Freundschaftsfamilien, wir wollen raus.“

Über eine Gemeinschaft von Trans-Species, die das Gebäude der Faßziehergasse 5 in Wien bevölkerten // den mehrmonatigen Arbeitsprozess mit der Gruppe SIGNA // Hierarchien auf Arbeit // Inszenierungsfragen nicht nur tierischer Parallelwelten

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.