KB Verena & Katharina

Montag, 19.12.11 um 14 Uhr im kleinen K mit Glühwein garniert

1. Film ab- Vorhang auf für Barbarella – eine der Mitstreiterinnen und Ikonen unseres künstlerischen Forschungsgebiets

Wir schreiben das Jahr 40 000. Seit Jahrhunderten herrscht Frieden im Universum. Da befürchtet der Präsident der Erde Unheil, denn der auf dem Planeten Lythion gestrandete Wissenschaftler Durand Durand soll eine Positronenkanone erfunden haben. Also schickt er die Astronavigatrice Barbarella los, um das Schlimmste zu verhindern.

1967 zeigte Jane Fonda, grade dreißig geworden, wie das geht, der Striptease in der Schwerelosigkeit. Ein Jahr später startete „Barbarella“ in der Bundesrepublik. Es war das Jahr 1968, und die 68er, die heute als eher lustfeindlich eingestuft werden, waren damals jung und gingen ins Kino. Konnten sie mit dem Film etwas anfangen? Musste nicht Stellung bezogen werden – gegen den Vietnamkrieg, für die Veränderung der Gesellschaft? Späthippies, Flower Power und Love-ins waren für den liebesbedürftigen Mann verspätetes und eher komisches Vorbild– und definitiv passé . Es gibt den „Barbarella“-Sommer, gleichzeitig gibt es die Studentenbewegung gegen den Krieg in Vietnam. Jane Fonda engagierte sich bei Protestdemos und war 1969 nicht nur „Barbarella“-Ikone, sondern auch Ikone des Widerstands. Ihre Biographie wurde zur Nummer 1 der Charts, aber sie wird auch auf Lesungen angespuckt, stets von Männern. Verräterin! Hexe hätte man früher gesagt.

Die Süddeutsche Zeitung entdeckt im Herbst 1968 im Film „freie Räume, in denen Nützliches, Kunst und Kitsch nicht von einander verschieden sind.“

 

2. Islandfahrt

Island- ein Land will an sich selbst erinnern- Jeder zweite Isländer ist Autor- das nur als eines der Phänomene, die uns Lust auf mehr machen.

Wir werden uns den Islandpart der 15-teiligen Arte-Reihe „Europas hoher Norden“ ansehen.

Garniert wird das Ganze mit Plätzchen und Glühwein!

Wir freuen uns!